Der Sandmann; Das Fraulein von Scuderi

Hoffmann E. T. A.

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ISBN: 978-3-86647-113-9
Внешнее покрытие издания: в пер.
Язык текста: нем.
Фамилия автора в заголовке: Hoffmann
Инициалы автора (личного имени (имен)): E. T. A.
Код отношений (роль соавтора в издании): 070 Автор
Основное заглавие: Der Sandmann; Das Fraulein von Scuderi
Сведения, относящиеся к заглавию: Erzahlung aus dem Zeitalter Ludwig des Vierzehnten
Первые сведения об ответственности: E. T. A. Hoffmann
Место издания: Koln
Издатель: Anaconda
Дата издания: 2007
Объем издания (количество страниц): 128
Высота, см.: 19
Определитель УДК: -3=021
Индекс УДК: 821.112.2
Статус записи (Тип информации): В наличии
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Вес в граммах: 190
Артикул: 1736909

Описание

Brentanos Definition von Romantik greift Hoffman als Motiv auf, um mit dem Sehen, dem Blick, dem Auge eine Nahe zur Romantik zu zeigen, um sie letztendlich zu uberwinden. Der Sandmann ist ein kritisches Stuck gegenuber der Romantik. Das Auge, vorherrschendes Merkmal, wird durch Sand geschlossen, wird blutig und stierend und doch wieder lebendig. In den Personen werden die Positionen deutlich und sicherlich die abschliessende Haltung Hoffmanns. Interpretationen gibt es zuhauf, "Das Unheimliche", so sein Essay steht in der Freudschen Uberlegung expressis verbi in Verbindung mit dem Sandmann. Freud vergleicht den Verlust des Augenlichtes mit der Kastrationsangst, die ja in einer Auspragung den gespaltenen Vater kennt. Der leibliche Vater ist a priori gut, stirbt bei Hoffmann bei einem Alchimistenexperiment, der schlechte Vater tritt in den Personen Sandmann/Coppelius auf. Hier erscheint er als Doppelganger. Die Erzahlung wird so zu einer Krankengeschichte (im Freudschen Sinne) des Studenten Nathanael. Beginnend mit einem Brief an seinen Freud Lothar, in dem er von den wunderlichen Dingen des Sandmanns berichtet, taucht die Erzahlung von der realen Welt in ihren Gegenpart, die Phantasie. Falschlicherweise adressiert er den Brief an Clara, seiner lieben Freundin, die als Clara = Klarheit sehr wohl die Erscheinungen und Phantasmen deutet und zuruckweist in den Bereich der inneren Welt und Nathanael zuruckfuhren mochte in die Welt der Vernunft. Sie erkennt, dass er in den Bann einer Sphare sich hat fuhren lassen, in der er nun gleich Orpheus Wanderer zwischen zweier Welten ist und zum Spielball hoherer Machte wird. Clara gelingt es jedoch nicht, Nathanael ganz zuruckzufuhren in die Welt der Realitat. Im Gegenteil scheint es so, dass er sich in seinem Wahn immer mehr verstrickt, gleichsam krankhaft wahnsinnig wird, insbesondere dadurch, dass er sich mit dem Perspektiv der Romantik ubertrieben identifiziert. Er bildet seine Welt, selbst die Gestalten und weckt sie als Ovidsche Metamorphose zum Leben. Olimpia ist seine Angebetete, nicht als Puppe erkannt, doch zum Leben erweckt mit dem Blick, der selbst der Puppe Augen erstrahlen lasst. Dieses Motiv ist fur Hoffmann deutliches Zeichen der Gegenromantik, wo bereits im Namen des Vaters (=Erschaffer) Spalanzani (=kunstliche Befruchtung) der Weg zum Homunkulus gewahlt wurde.